Blogbeitrag:

Warum du die Entscheidung für einen Jobwechsel immer wieder aufschiebst

Ich kenne eine Situation aus meinem Leben noch sehr genau, die sich bis heute eingebrannt hat.

Ein Kollege erzählte mir einmal ganz selbstverständlich, dass er seinen Studiengang zu Ende macht, danach den Master anhängt und anschließend ins Controlling gehen möchte. Alles wirkte so klar. So durchdacht. So selbstverständlich.

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich ihn in diesem Moment angeschaut habe und dachte:
„Krass, wie klar du weißt, was du willst – und es dann einfach machst.“

Und gleichzeitig hat sich in mir etwas ganz anderes abgespielt.Ich habe mich schlecht gefühlt. – Weil ich keinen Plan hatte.

Keinen klaren Weg. Keine eindeutige Richtung. Und vor allem das Gefühl:
Ich kann eigentlich nichts anderes außer Bank.

Falls du es noch nicht wusstest: Ich bin gelernte Bankkauffrau und war zuletzt Vermögensmanagerin.

In dieser Phase hat sich etwas richtig tief in mir verankert: Das Gefühl, dass alle anderen einen Plan haben – nur ich nicht. Ich habe mich orientierungslos gefühlt. Hilflos. Und ehrlich gesagt auch ein Stück weit verloren.

 

Kennst du dieses Gefühl?

Dass alle um dich herum scheinbar genau wissen, wohin ihr Weg geht – nur du selbst nicht?

Genau dieses Gefühl führt bei vielen Menschen dazu, dass sie Entscheidungen immer wieder aufschieben. Vor allem die Entscheidung für einen Jobwechsel.

 

Warum du wirklich aufschiebst

Nachdem ich aus dieser Phase wieder herausgekommen bin, habe ich angefangen, mich wirklich mit mir selbst zu beschäftigen. Nicht oberflächlich. Sondern ehrlich.

Ich habe gelernt, auf meine Bedürfnisse zu hören und herauszufinden, was ich eigentlich wirklich will. Und glaub mir: In meinem Kopf war alles dabei.

Ich könnte das Abitur nachholen und Architektin werden

Ich könnte einfach im Job bleiben und „nur“ die Karriereleiter hochgehen

Oder ich könnte etwas komplett anderes machen

Es war ein inneres Chaos – fast wie bei einem Kind, das ständig gefragt wird:
„Und, was willst du mal werden?“

Und genau so habe ich mich auch gefühlt. Ich habe Entscheidungen immer wieder aufgeschoben. Nicht, weil ich keine Möglichkeiten hatte – sondern weil ich Angst hatte. Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Diese Angst war größer als meine Unzufriedenheit im Job.

 

Der wahre Grund für dein Aufschieben

Vielleicht erkennst du dich hier wieder. Denn genau das ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen ihren Jobwechsel immer wieder verschieben:

Die Angst, etwas falsch zu machen.

Die Hoffnung,  mit dem konkreten Plan B Garantie zu bekommen. 

Doch die Wahrheit ist: Beides gibt dir keine echte Sicherheit.

Es wird nie den perfekten Moment geben. Es wird nie eine 100%ige Garantie geben, dass alles reibungslos funktioniert. Das Leben ist kein fertiger Plan – es ist ein Prozess. Und genau darin liegen auch Wachstum und Veränderung.



Warum Klarheit wichtiger ist als Sicherheit

Die Angst wird wahrscheinlich nie komplett verschwinden. Aber etwas verändert sich, wenn du dich selbst besser kennst.

Wenn du weißt:

Wer du bist

Was du wirklich willst

Und was wirklich zu dir passt

Dann wird die Entscheidung nicht automatisch angstfrei – aber sie wird klarer. Klarheit ist stärker als Unsicherheit.

Alles beginnt bei dir!

Der wichtigste Schritt ist nicht der Jobwechsel selbst.

Der wichtigste Schritt bist du. Je besser du dich selbst verstehst, desto leichter werden Entscheidungen.

Und oft ist es so:
Du weißt innerlich schon längst, was du willst.
Du lässt es nur (noch) nicht zu, weil die Angst vor Veränderung lauter ist.

 

Was dir jetzt helfen kann

Wenn du gerade in einer ähnlichen Phase bist, nimm dir bewusst Zeit für dich.

Hilfreiche Tools dafür sind:

Schreibe regelmäßig deine Gedanken und Gefühle auf

Erlaube dir, ehrlich hinzuschauen, ohne zu bewerten

Und eine einfache, aber kraftvolle Routine:

Schreibe jeden Tag drei Dinge auf, für die du dankbar bist

Das klingt simpel, aber es verändert deinen Fokus. Raus aus dem Mangel – rein in eine bewusstere, positivere Wahrnehmung deines Lebens.

Du schiebst deinen Jobwechsel nicht auf, weil du unentschlossen bist.
Sondern weil die Angst vor der falschen Entscheidung größer ist als das Vertrauen in dich selbst. Doch genau dieses Vertrauen kannst du aufbauen. Nicht über perfekte Pläne – sondern über Selbstkenntnis, Ehrlichkeit und Bewusstsein.

Deine Romina

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