Blogbeitrag:

Ich habe einen sicheren Job.. warum bin ich trotzdem nicht glücklich?

 

„Ich müsste doch eigentlich glücklich sein.“

Vielleicht hast du diesen Satz schon einmal gedacht. Vielleicht sogar erst gestern Abend, als du dich nach einem langen Arbeitstag auf dein Sofa gesetzt hast, dich auf der einen Seite freust, dass endlich Feierabend ist und auf der anderen Seite erschöpft und ausgelaugt bist.. weil du das Gefühl hast nur zu funktionieren. 

Eigentlich läuft doch alles gut. Du hast einen sicheren Job, verdienst dein eigenes Geld und hast dir etwas aufgebaut, worauf viele Menschen stolz wären. Du bist ehrgeizig, verantwortungsbewusst und gibst jeden Tag dein Bestes. Von außen betrachtet wirkt dein Leben erfolgreich. Freunde oder Familie sagen vielleicht sogar: „Du hast doch alles erreicht.“

Und genau das macht deine Gefühle so verwirrend.

Denn tief in dir spürst du etwas, das du dir kaum erklären kannst. Es ist keine laute Unzufriedenheit und auch kein dramatischer Zusammenbruch. Es ist eher dieses leise Gefühl, dass etwas fehlt. Ein Gedanke, der sich immer wieder einschleicht, wenn du morgens auf dem Weg zur Arbeit bist oder abends erschöpft ins Bett fällst.

„Kann das wirklich schon alles gewesen sein?“

Vielleicht erschrickst du sogar über diese Frage. Schließlich hast du jahrelang darauf hingearbeitet, genau dort zu stehen, wo du heute bist. Du hast gelernt, Prüfungen bestanden, vielleicht studiert, dich weitergebildet und Karriere gemacht. Du hast Ziele erreicht, auf die du stolz sein solltest. Trotzdem fühlt sich dein Leben nicht so an, wie du es dir früher vorgestellt hast.

Statt Erfüllung spürst du oft Leere. Statt Vorfreude auf den nächsten Arbeitstag begleitet dich das Gefühl, einfach nur zu funktionieren. Und anstatt endlich anzukommen, setzt du dir schon wieder das nächste Ziel, n der Hoffnung, dass es sich dieses Mal anders anfühlen wird.

Wenn du dich in diesen Zeilen wiedererkennst, möchte ich dir gleich zu Beginn etwas sagen, das du vielleicht schon lange hören musstest:

Mit dir ist nichts falsch.

Du bist nicht undankbar. Du bist nicht zu anspruchsvoll. Und du bist auch nicht die Einzige, der es so geht. Tatsächlich erleben viele Frauen genau diesen inneren Konflikt. Sie haben alles erreicht, was sie sich vorgenommen haben, und fühlen sich trotzdem nicht glücklich. Nicht, weil sie versagt haben, sondern weil sie jahrelang geglaubt haben, dass wenn sie alles “richtig” machen, dass sie dann endlich ankommen können. 

Genau dieser Gedanke begleitet viele Frauen, die zu mir ins Coaching kommen. Sie erzählen mir von ihren Beförderungen, von abgeschlossenen Weiterbildungen und von Karrierezielen, die sie erreicht haben. Doch wenn ich sie frage, wie sie sich dabei fühlen, folgt oft ein langer Moment des Schweigens. Irgendwann sagen sie dann einen Satz, der fast immer gleich klingt:

„Ich weiß, dass ich eigentlich glücklich sein müsste. Aber ich bin es einfach nicht.“

Und genau darüber sprechen wir in diesem Artikel.

 

Warum du dich trotz Erfolg so festgefahren fühlst

Wenn du dich gerade fragst: „Warum fühle ich mich so, obwohl doch eigentlich alles gut ist?“, dann liegt die Antwort oft nicht darin, dass du den falschen Job hast oder dass dein Leben grundsätzlich falsch läuft.

Die Antwort liegt viel tiefer.

Viele Menschen kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie merken: Ich habe jahrelang funktioniert. Ich habe Ziele erreicht. Ich habe Erwartungen erfüllt. Aber ich habe dabei vielleicht vergessen, mich selbst zu fragen:

Was will ich eigentlich wirklich?

Denn vielleicht hast du deinen beruflichen Weg nie bewusst gewählt.

Vielleicht war es eher eine Reihe von Entscheidungen, die sich damals logisch angefühlt haben.

Du hast dich für ein Studium entschieden, weil es eine gute Zukunftsperspektive hatte.
Du hast diesen Beruf gewählt, weil deine Familie stolz darauf war.
Du hast diesen Weg eingeschlagen, weil alle gesagt haben: „Damit kannst du später etwas erreichen.“

Und vielleicht warst du damals auch einfach noch sehr jung.

Also hast du das gemacht, was viele ambitionierte Menschen machen:

Du hast dein Bestes gegeben.

Du hast gelernt, gearbeitet, Verantwortung übernommen und dich weiterentwickelt. Du hast funktioniert. Nicht, weil du etwas falsch gemacht hast, sondern weil du dachtest:

„Wenn ich genug leiste, wenn ich erfolgreich bin und wenn ich alles richtig mache, dann werde ich irgendwann glücklich sein.“

Und eine lange Zeit hat das vielleicht auch funktioniert.

 

Warum du gerade nicht weißt, was du wirklich willst

Viele Frauen kommen zu mir und sagen:

„Ich weiß, dass ich etwas verändern möchte. Aber ich weiß einfach nicht, was ich stattdessen machen will.“

Und vielleicht denkst du genau das auch.

Du weißt, dass dein aktueller Weg dich nicht mehr erfüllt. Du spürst, dass da mehr sein muss. Du möchtest dein Potenzial nutzen und nicht einfach nur deine Zeit absitzen.

Aber sobald du dich fragst: „Was will ich stattdessen?“… kommt nur Leere.

Vielleicht macht dich das sogar noch ungeduldiger mit dir selbst.

Du denkst: „Warum weiß ich das nicht? Andere Menschen scheinen doch genau zu wissen, was sie wollen.“

Aber genau hier liegt ein wichtiger Punkt: Du kannst keine klare Antwort auf eine Frage bekommen, wenn du jahrelang gelernt hast, deine eigenen Antworten zu überhören.

Wenn du ständig darauf geachtet hast, was richtig ist. Was vernünftig wäre, damit die Erwartung aller anderen erfüllt sich.

Dann wird es irgendwann schwer, deine eigene Stimme überhaupt noch wahrzunehmen.

Deine Bedürfnisse. Deine Wünsche. Deine Interessen. Deine Werte.

Du hast gelernt zu funktionieren, aber hast dabei vergessen dich auf dem Weg weiter kennenzulernen und zu fragen was du wirklich willst. Und genau deshalb ist es völlig logisch, dass du heute nicht einfach eine Antwort darauf hast, welchen Beruf du machen möchtest oder welcher Weg der richtige ist.

Genau dabei helfen ich Frauen, herauszufinden was wirklich zu dir passt. 

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